Hochmut kommt vor dem Fall – oder:
Wenn Bürokraten am Größenwahn scheitern
Hier ein kurzer Zwischenstand zum sogenannten Iran-Krieg und zu dem, worum es in Wahrheit geht. Wir erklären seit dem 1. März in der laufenden Essay-Reihe, dass dieser Konflikt weder sauber als Nahostkrieg noch als bloße Ölgeschichte zu lesen ist. Nicht Iran ist der eigentliche Kern. Nicht Öl ist der eigentliche Kern. Der eigentliche Angriffspunkt ist China, und der eigentliche Vorgang ist ein Systemkrieg um Flüsse, Kosten, Ordnung und Macht.
Deshalb ist dieser Text kein weiterer Grundsatzessay, sondern ein Update. Die praktische Wirkung des angesetzten Hebels wird jetzt sichtbar. Kosten steigen. Risiken steigen. Lieferketten geraten unter Druck. Die Versicherbarkeit, Durchleitung und Preisarchitektur von Energie beginnen sich gegen Peking zu drehen. Was lange wie abstrakte Geopolitik wirkte, schlägt jetzt in die Wirklichkeit durch. Die belegbaren Nachweise dazu liegen vor und werden in diesem Zwischenstand mitgeführt. Es geht also nicht mehr um Theorie. Es geht um Wirkung. Und diese Wirkung liegt nicht nur in Teheran und Tel Aviv. Sie liegt vorallem in Asien.
Inhalt:
- Der Hebel greift
- Es geht nicht um Öl, sondern um den Hebel
- Chinas eigenes Spiel mit den Engpässen
- Washingtons Antwort ist systemisch, nicht emotional
- Venezuela war der erste Strike. Iran ist der zweite
- Russland profitiert strukturell. China nicht
- Nicht Iran ist das Thema (... für Israel schon)
- Trump, USA und das westliche Mainstream-Kommentariat
- Und Peking verliert ⇒ plötzlich seine diplomatische Contenance!!!