Podcast: Der Preis von Gold

 

Xu Luode und der Satz von 2014
⇒ ⇒ ⇒ Gold gegen KI

… und warum Alexander Hamilton und Hegemonie sich nicht vertragen

Alexander Hamilton auf der 10-Dollar-Note. Der Mann, dessen Wirtschaftsordnung die USA vom Agrarstaat zur führenden Industriemacht machte – und dessen Rückkehr heute mit der Dollarhegemonie kollidiert.

 

Die meisten Beobachter analysieren Gold, künstliche Intelligenz, Energie, Währungen, Staatsanleihen und Geopolitik getrennt. Das ist der erste Fehler.
Die USA denken anders. Sie verteidigen kein einzelnes Zahlungsmittel, keinen einzelnen Markt und auch keine einzelne Industrie. Sie verteidigen ein System.

Dollar, Energie, Schulden, Kapitalmarkt, Technologie, Sicherheit und Marktzugang sind keine voneinander getrennten Machtinstrumente. Sie sind das Betriebssystem globaler Macht.

China hat dieses Betriebssystem verstanden. Deshalb versucht China auch nicht, den Dollar mit einer einzigen neuen Währung frontal abzulösen. China baut einzelne Gegenstrukturen: alternative Zahlungssysteme, Rohstoffkorridore, eigene Handelsplätze, physische Goldmärkte, neue Clearingstrukturen, eigene technologische Plattformen und Handelsräume, die im Ernstfall ohne amerikanische Erlaubnis funktionieren sollen.

Der Kampf zwischen den USA und China wird deshalb nicht um eine einzelne Währung, einen einzelnen Rohstoff oder eine einzelne Technologie geführt. Er wird um das Betriebssystem der Welt geführt.
Gold und künstliche Intelligenz sind zwei seiner entscheidenden Bausteine.
Die USA versuchen, ihre Hegemonie durch die Kontrolle der Zukunft zu verlängern. China versucht, seine Abhängigkeit durch die Kontrolle des physischen Fundaments zu reduzieren.

Die USA setzen auf künstliche Intelligenz. China setzt auf Gold.
Auf den ersten Blick sind das zwei völlig verschiedene Wetten. Tatsächlich erzählen sie dieselbe Geschichte – nur von zwei Seiten.
Es ist die Geschichte vom Ende einer Weltordnung, die 1971 begann.

Inhalt:

  • Zwei Supermächte – zwei fundamental verschiedene Wetten
  • Das amerikanische Betriebssystem
  • China verbietet nicht das Gold – China verbietet das Papier über dem Gold
  • Die Notenbanken kaufen nicht Papier – sie kaufen Gold
  • Die offiziellen chinesischen Reserven sagen nur einen Teil der Wahrheit
  • Gold wandert von West nach Ost
  • Xu Luode und der Satz von 2014
  • Shanghai ist der Tresor – Hongkong ist die Tür zur Welt
  • Die Goldkorridore
  • Der Yuan bekommt einen Anker, den China nicht drucken und Amerika nicht einfrieren kann
  • Das alternative chinesische Betriebssystem
  • Die strategische Ellipse: Chinas Goldstrategie entsteht nicht aus reiner Stärke
  • Infrastruktur ist Machtprojektion ohne Flagge
  • Warum Amerika nicht tatenlos zusehen wird
  • Amerikas Antwort: die KI-Billion
  • KI ist nicht das klassische Softwaregeschäft
  • Die KI-Finanzierung dreht sich teilweise im Kreis
  • Der entscheidende amerikanische Vorteil: Produktivitätssprünge durch freie Entfaltung
  • China kann gute Köpfe hervorbringen – Amerika kann gute Köpfe freisetzen
  • Freiheit stellt für die amerikanische Herrscherkaste nicht automatisch ein Systemrisiko dar
  • Sprache als Machtinfrastruktur
  • Chinas KI-Gegenmodell: nicht das beste Modell – sondern das billigste ausreichende Modell
  • Der Ausschalter in Washington
  • Alexander Hamilton und die Rückkehr der Industriepolitik
  • 1971: der Beginn der Finanzialisierung
  • Warum Alexander Hamilton und Hegemonie sich nicht vertragen
  • KI ist der Versuch, den Hamilton-Widerspruch durch Produktivität zu sprengen
  • China baut die stabilere Absicherung – Amerika wettet auf den größeren Sprung
  • Der teure Dollar ist Teil des Problems
  • Zölle, Blockbildung und der mögliche Lastentransfer
  • Gold als Ventil einer Dollarabwertung
  • Die neutrale Weltreserve
  • Die Rechnung von 38.000 Dollar/pro Unze
  • Der Goldpreis als Fassade – These und Gegenposition
  • Gold gegen KI
  • Der fundamentale Unterschied zwischen beiden Wetten
  • Warum Amerika noch lange nicht verloren hat
  • Die messbaren Signale
  • Der Preis von Gold
  • Und erst dann entscheidet sich die Zukunft von Bitcoin

Produktivitätssprünge durch freie Entfaltung. CV

 

Ein Aufbäumen der privaten Kreditgeldmultiplikators

 

Wenn es denn gutgeht!

Die US- Verbraucherpreisindizes sind im Deflationsbereich wie die Chinesischen ebenfalls. Dennoch schrammte in der abgelaufenen Woche die US- Zentralbank nur knapp an einer Zinserhöhung für den US- Geldmarkt vorbei, dies mit 3 Stimmen für eine Zinserhöhung.
Der Grund sind geopolitische Spannungen, die aber wegen Ölpreiserhöhungen zu zusätzlichen Geldabflüssen führen.

Was sind nun die Ursachen für eine solche Reaktion?:

1) Die Monetaristische Wirtschaftstheorie unterscheidet schlicht nicht zwischen Mangelteuerung und Inflation. Alles ist Inflation, wenn es eine Preiserhöhung ist.

2) Etwas, was nicht in den Aufgaben der FED enthalten ist- zur Erinnerung- diese sind maximale Beschäftigung und Geldwertstabilität: Das Management der Zinszeitkurve.

 

 

Podcast: Gold oder Bitcoin?

 

Den fundamentalen Fehler, den die meisten machen!

Wir starten mit dem absoluten Klassiker:
Angebotsschock durch steigende Energiepreise, wie 1973 und 1979.
Wir hatten dazu einen ausführlichen Artikel publiziert.

So kommen wir dann ganz schnell zum:
Dem Märchen vom Zinsanhebungszyklus

 

Bevor wir uns dem wirklich Wichtigen zuwenden:

Was zahlt keine Zinsen und warum nicht?
Was ist in der digitalen Welt echt und was ist nicht echt?

 

 

Inhalt:

  • Der klassische Angebotsschock
  • Das Märchen vom dauerhaften Zinsanhebungszyklus
  • Warum eine Krise Gold nicht automatisch sofort explodieren lässt
  • Gold zahlt keine Zinsen – oder doch?
  • Überhitzung, Überkorrektur und Marktintervention
  • Gold wird wieder zu Geld
  • Warum Kollateral so wichtig ist
  • Gold als Kollateral für Privatpersonen
  • Tokenisiertes Gold
  • Die goldgedeckte Zahlungskarte
  • Gold als Kollateral für Unternehmen
  • Gold als strategisches Instrument der Staaten
  • Die Goldwährung kommt anders, als die meisten erwarten

 

  • Bitcoin: Wenn das Interesse verschwindet
  • Bitcoin ist nicht mehr neu – aber deshalb nicht bedeutungslos
  • Der fundamentale Fehler
  • Gold oder Bitcoin? Genau das ist die falsche Frage
  • Den Abgesang auf Bitcoin teilen wir nicht
  • Bitcoin ist nicht „Crypto“
  • Was ist in der digitalen Welt echt?
  • Auch beim Gold musst du vertrauen
  • Das Einzige, was in der digitalen Welt echt ist
  • Gold in der materiellen Welt – Bitcoin in der digitalen Welt
  • Gold kann nicht ohne Vertrauensparteien bewegt werden
  • Es geht nicht um Gold oder Bitcoin
  • Das digitale Äquivalent von Gold
  • Eine Transaktion final beenden
  • Bitcoin als Kasseninstrument
  • Wer regelmäßig final abrechnen muss, hält den Bestand vor
  • Bitcoin als Settlement Layer
  • Die Wall-Street-Phase wird enden
  • Eine einzige Sache ist digital knapp
  • Quantencomputer ändern daran nichts
  • Der Fork bleibt Bitcoin
  • Bitcoin ist nicht tot
  • Funktion ist nicht Preis
  • Die einzige sinnvolle Vergleichsgröße

 

  • Die Menschheit hat sich aktuell für Gold entschieden
  • Gold wird Staatsanleihen ersetzen – nicht Bitcoin
  • Bitcoin hat keine großen Feinde – aber auch keinen großen Käufer
  • Was zahlt keine Zinsen und keine Dividenden?
  • Auch das Girokonto ist kein Geld
  • Die Antwort lautet nicht Gold oder Bitcoin

 

 

 

Deflation plus Mangelteuerungsgefahr

 

AI-Shift

Die Ergebnisse von Intel übertrafen sowohl die Konsensschätzungen als auch die sogenannten „Whisper Numbers“ (inoffizielle Markterwartungen); letztere lagen unter dem Konsens. Hier sind die Einzelheiten:

  • Intel meldete für das zweite Quartal einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 0,42 USD gegenüber einem Konsens von 0,22 USD.
  • Intel meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 16,1 Mrd. USD gegenüber einem Konsens von 14,45 Mrd. USD.
  • Intel prognostiziert für das dritte Quartal einen Gewinn pro Aktie von 0,38 USD gegenüber einem Konsens von 0,28 USD.
  • Intel prognostiziert für das dritte Quartal einen Umsatz von 15,8 bis 16,8 Mrd. USD gegenüber einem Konsens von 15,16 Mrd. USD.

 

Alle Welt spricht – aus gutem Grund – über GPUs statt über CPUs.
Im Vergleich zu CPUs sind GPUs hervorragend für das Training von Spitzenmodellen (Frontier Models) und für Inferenzprozesse mit hohem Durchsatz geeignet.

 

Deflation überall

 

Neue Markttypologie wird erkennbar

TSM meldete für das zweite Quartal einen Gewinn von 4,31 US-Dollar gegenüber einer Konsensschätzung von 3,81 US-Dollar.

Der Umsatz wurde mit 40,2 Mrd. US-Dollar angegeben, verglichen mit einer Konsensschätzung von 39,83 Mrd. US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 33,7 % gegenüber dem Vorjahr. Für das dritte Quartal stellte TSM einen Umsatz von 44,6 bis 45,8 Mrd. US-Dollar in Aussicht, während der Konsens bei 43,67 Mrd. US-Dollar lag.

TSM stockt seine Investitionen in den USA um 100 Mrd. US-Dollar auf; damit beläuft sich das Gesamtvolumen auf 265 Mrd. US-Dollar und umfasst nun 12 Halbleiter- und Packaging-Standorte in den USA.

Wären diese TSM-Ergebnisse bereits im Mai gemeldet worden, wäre die TSM-Aktie deutlich gestiegen und hätte den gesamten Halbleitersektor nach oben gezogen. Der Charakter des Aktienmarktes hat sich jedoch gewandelt, da der Halbleitersektor nun maßgeblich von Südkorea aus gesteuert wird. Über Nacht gab der südkoreanische Aktienmarkt um 6,4 % nach.

Zur „Inflationsbekämpfung“:

 

Podcast: „Größere Kriegswelle am Golf“

 

„… und die Welt ignoriert die Realität“
„Grundsatz-Essay zur Neuordnung globaler Machtstrukturen im 21. Jahrhundert – Teil 8“

Der Krieg am Golf ist kein regionales Ereignis. Er ist ein globaler Preismechanismus. Wer ihn ignoriert, wird ihn später bezahlen. VC

 

Der Irankrieg startet faktisch wieder neu, nur die Dimension ist erheblich größer.

Was als Feuerpause, Memorandum oder diplomatische Zwischenlösung verkauft wurde, war nie ein belastbarer Frieden. Es war eine Pause auf Papier. Jetzt zeigt sich: Dieses Papier war nicht die Grundlage einer neuen Ordnung, sondern nur die Zwischenschicht vor der nächsten Eskalation.

Die Feuerpause ist nicht in Gefahr.
Sie ist nicht ausgesetzt.
Sie wackelt nicht.

Sie ist faktisch vorbei.

Damit beginnt nicht nur eine neue militärische Phase am Golf, sondern eine neue wirtschaftliche Realität für die Welt, die von Politik, Medien und Märkten noch immer behandelt wird, als wäre sie ein fernes Randereignis.

Das ist sie nicht.

Was im Persischen Golf geschieht, kommt an der Tankstelle an.
Es kommt beim Heizöl an.
Es kommt bei Lebensmitteln an.
Es kommt bei Frachtraten, Versicherungen, Lieferketten, Zinsen und Inflation an.

Aber die Eskalation reicht inzwischen über die Straße von Hormus hinaus.

Es geht nicht mehr nur um Tanker, Öl, LNG, Hafenanlagen und militärische Ziele am Golf. Es geht auch um die Landkarte hinter dem Golf. Um Brücken. Um Bahnstrecken. Um Verbindungslinien tief im iranischen Landesinneren.

Genau dort wird der größere strategische Rahmen sichtbar.

Der Iran hat nicht nur einen maritimen Ausgang über Hormus. Er hat auch kontinentale Ausweichräume. Verbindungslinien nach Norden und Osten. Landkorridore Richtung Russland und China.

Wenn Hormus blockiert, bedroht oder versicherungstechnisch unbrauchbar wird, dann gewinnen diese Landachsen massiv an Bedeutung. Wenn Tanker nicht mehr fahren, werden Bahnstrecken wichtiger. Wenn der Seeweg zur Falle wird, wird der Landkorridor zur strategischen Lebensader.

Deshalb sind Angriffe auf Brücken und Bahnverbindungen keine Nebensache.

Wer solche Ziele trifft, trifft nicht nur Beton und Stahl. Er trifft die Fähigkeit des Iran, seine Verwundbarkeit am Golf über Land zu umgehen. Er trifft den Versuch, Handel, Versorgung, Energie, Waffen, Technologie und politische Rückendeckung stärker über Russland und China abzusichern.

Damit wird klar:
Dieser Krieg wird nicht nur um die Straße von Hormus geführt.

Er wird auch um die Frage geführt, ob der Iran sich dauerhaft in eine kontinentale Gegenordnung nach Russland und China absetzen kann.

Wer Hormus kontrolliert, kontrolliert den maritimen Druckpunkt.
Wer die Landachsen nach Russland und China trifft, kontrolliert den Ausweichraum.

Genau deshalb ist diese Eskalation größer, als sie auf den ersten Blick aussieht.

Sie ist nicht nur ein Krieg um Schiffe.
Sie ist nicht nur ein Krieg um Öl.
Sie ist nicht nur ein Krieg um die Straße von Hormus.

Sie ist ein Krieg um Korridore.
Um Routen.
Um Infrastruktur.
Um die Frage, ob der Iran abgeschnitten oder nach Norden und Osten neu angebunden wird.

 

Diese Realität wird weiterhin verdrängt.

Die Welt ignoriert die Realität — aber die Realität ignoriert die Welt nicht.

Inhalt:

  • Der Bruch: Aus Feuerpause wird offener Schlagabtausch
  • Das Memorandum war kein Friedensvertrag
  • Der Vermittlerfehler: Ein Deal, den "alle" wollten, aber keiner gleich verstand
  • Die Straße von Hormus ist faktisch wieder das Zentrum der Weltwirtschaft
  • 800 Handelsschiffe, festliegende Tanker, explodierende Prämien
  • Die Ölpreis-Illusion: Märkte hatten Frieden eingepreist
  • Die „Ölschwemme“ ist ein gefährliches Narrativ
  • Kriegsrisiko wird Inflations/Teuerungsrisiko
  • Tankstelle: Der Krieg erreicht den Alltag zuerst über Sprit
  • Heizöl: Die Krise kommt zeitverzögert in den Winter
  • Lebensmittel: Der unterschätzte Düngemittelkanal
  • Die Zinsfalle: Ölpreis hoch, Teuerung hoch, Zinsen hoch
  • These: Militärische Eskalation kann politisch gewollt oder einkalkuliert sein
  • Niemand glaubt mehr an die Vereinbarung
  • Westliches Kommunikationsversagen
  • Die stille Krise unserer Zeit
  • Der zweite Kriegsschauplatz: Die Landachsen nach Russland und China

 

Podcast: „Teherans Wegezoll“

 

Aus einer Meerenge wird ein Geschäftsmodell
„Grundsatz-Essay zur Neuordnung globaler Machtstrukturen im 21. Jahrhundert – Teil 7“

Zwei Millionen Dollar pro Supertanker klingen nach Erpressung. Tatsächlich könnten sie das Ergebnis einer präzisen Kalkulation sein: hoch genug, um Iran Milliarden einzubringen – und niedrig genug, damit der Welthandel am Ende zahlt. Iran versucht, seine militärische und geografische Macht über die Straße von Hormus in ein dauerhaftes Geschäftsmodell zu verwandeln.

Berichten zufolge sollen beladene Öltanker für die Passage eine Gebühr von ungefähr einem US-Dollar je transportiertem Barrel entrichten. Bei einem voll beladenen Very Large Crude Carrier, kurz VLCC, wären das bis zu zwei Millionen US-Dollar. Als Zahlungsmittel wurden neben anderen Formen auch Kryptowährungen genannt.

Der Begriff Maut wäre dafür zu freundlich. Iran stellt keine Autobahn bereit, die es gebaut und finanziert hat. Es verlangt Geld für die Durchfahrt durch eine internationale Meerenge, deren freie Passage nach internationalem Seerecht grundsätzlich nicht von einer einseitig erhobenen Gebühr abhängig gemacht werden darf.

Der präzisere Begriff lautet deshalb: Wegezoll.
Oder, historisch ungeschminkt: Wegelagerei.

Der mittelalterliche Wegelagerer nahm dem Händler nicht die gesamte Ladung ab.
Er verlangte gerade so viel, dass der Händler zahlte und weiterfuhr.
Die Methode ist alt. Neu sind nur die Größenordnung und die Rechnung. VC

 

Inhalt:

  • Zwei Millionen Dollar sind weniger, als sie klingen
  • Der Preis liegt unterhalb der Widerstandsschwelle
  • Teheran hat die Alternativen mit eingepreist
  • Von der Erpressung zur Preisliste
  • Berechenbarkeit erzeugt Gewöhnung
  • Die normative Kraft des Faktischen
  • Bitcoin ist kein Nebendetail
  • Das eigentliche Geschäft beginnt bei der Masse
  • Die Golfstaaten würden für ihre eigene Abhängigkeit zahlen
  • Zwei Millionen Dollar kaufen keine Sicherheit
  • Die Gefahr liegt nicht bei zwei Millionen
  • Die chinesische Option
  • Teheran als verlängerter Arm Pekings?
  • Sanktionen ohne chinesischen Absender
  • Die Macht läge in der Unbeweisbarkeit
  • Vom Wegezoll zur geopolitischen Waffe
  • Konklusion: Teheran verkauft Gewöhnung
  • Besondere Konklusion: Washington wird dieses Modell nicht bestehen lassen

 

Der Irrtum geht weiter

 

Die neue Ordnung wird sichtbar

Sell the Spike als emotionale Reaktion auf bärische FED?

Der Halbleitersektor zeigte eine Kurslücke nach oben, ausgelöst durch hervorragende Geschäftszahlen des Speicherherstellers Micron (MU). Danach haben die Halbleiterwerte jedoch sämtliche durch Micron erzielten Gewinne wieder eingebüßt.

Apple (AAPL) kündigt aufgrund gestiegener Speicherpreise deutliche Preiserhöhungen an. Es bleibt abzuwarten, ob die Verbraucher diese Preiserhöhungen ohne Weiteres akzeptieren oder ob sie zu einer rückläufigen Nachfrage führen. Auch Microsoft (MSFT) erhöht die Preise für die Xbox.

Sowohl Apple als auch Microsoft heben ihre Preise aufgrund der höheren Speicherkosten an. Was für Micron ein Gewinn ist, bedeutet für Apple und Microsoft eine Belastung.

 

Zinserhöhung nun auch im USD angedroht

 

Zur Erinnerung: Die Fed hat ein Doppelmandat

Das Zinserhöhungsgespenst geht um.

Die EZB hatte ihren Leitzins bereits um 0,25% angehoben. Zur FED unter dem neuen Gouverneur Warsh:
Neun Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) gaben eine Prognose für eine Zinserhöhung bis Ende 2026 ab.

Die sogenannten „Money-Gurus“ kauften extrem aggressiv Aktien, nachdem Warsh erklärte, er werde seine Prognose nicht im Dot Plot veröffentlichen. Die Interpretation dieser Gurus scheint zu sein, dass Warsh einer Zinserhöhung nicht zustimmt.

Warsh selbst hält den Dot Plot für fehlerhaft und misst ihm keinen Nutzen bei; er brachte diese Meinung zum Ausdruck, indem er keine Prognose abgab.
Die wichtigste Information aus der Erklärung der Fed und der Pressekonferenz sind die zwei fehlenden Wörter:
„Maximale Beschäftigung“.

 

Zinserhöhung wegen Geldmengenreduktion (Defla XL)

 

Mangelteuerung vs. Inflation

Das Zinserhöhungsgespenst geht um. Die EZB hat ihren Leitzins bereits um 0,25% angehoben. Mit einer Zinserhöhung der FED wird gerechnet.

Dem zu Grunde liegt der Monetarismus, eine ökonomische Theorie, nach der zwischen Mangelteuerung (USA neu 0,4% auf Monatsbasis, das sind hochgerechnet 4,8% auf Jahresbasis) und Inflation nicht unterschieden wird.

Wenn also Waren- und Leistungsmenge dividiert durch Geldmenge ein Quotient ist, dann ist es laut dieser Theorie egal, warum dieser sich verändert.

Durchblickenden Geldmengentheoretikern ist das natürlich nicht egal.

 

Podcast: Rechenzentren im All ⇒ SPCX

 

Von der Raketenfirma zum Rechenleistungskonzern
Der SpaceX-Börsenstart und die eigentliche Vision

Rechenzentren im All waren vor wenigen Monaten noch ein Meme. Ein Satz für Leute, die sich über überdrehte Tech-Visionen lustig machen wollten. Ein Witz irgendwo zwischen Marskolonie, Super-KI und Milliardärsfantasie.

Das ist vorbei. 

 

Heute ist „Rechenzentren im All“ kein Witz mehr. Heute ist es die logische nächste Stufe einer Industrie, die auf der Erde an ihre physischen Grenzen läuft.

Künstliche Intelligenz braucht nicht nur bessere Modelle. Sie braucht Strom. Sie braucht Chips. Sie braucht Land. Sie braucht Kühlung. Sie braucht Datenleitungen. Sie braucht Kapital. Sie braucht Infrastruktur in einer Größenordnung, die nicht mehr sauber in die alte Logik von Serverhallen, Stromnetzen und Gewerbeflächen passt.

Die KI-Industrie läuft nicht zuerst in ein Softwareproblem.
Sie läuft in ein Infrastrukturproblem.
Genau an diesem Punkt wird SpaceX interessant.

Nicht als Raketenfirma.
Nicht als Starlink-Betreiber.
Nicht als Mars-Erzählung.

Sondern als möglicher Rechenleistungskonzern. Der Börsengang von SpaceX ist deshalb kein normaler Börsengang. Er ist der Kapitalmarktstart einer Strukturwette auf die Industrialisierung des Orbits.

Inhalt:

  • Der Kern: SpaceX geht nicht als Raketenfirma an die Börse
  • Der Merger: Wie aus Raketen, KI und Plattform eine Maschine wurde
  • Die Erde wird für KI zu eng
  • Relay ist nicht Compute
  • Die Cloud-Verträge sind der erste Beweis
  • Colossus: Aus alter Trainingsinfrastruktur wird Cashflow
  • Der Börsengang finanziert den KI-Brennofen
  • Die Bewertung ist keine Bewertung, sondern eine Vorwegnahme
  • Der ETF-Effekt: Zwangsnachfrage nach dem Börsenstart
  • Lock-up: Erst Zwangsnachfrage, dann Angebotsdruck
  • Warum der Orbit wirtschaftlich Sinn ergibt
  • Das Rennen hat begonnen
  • Europa steht wieder daneben
  • Die Machtfrage ist größer als die Aktie
  • Rechenleistung wird zur Machtressource
  • Die Langfristthese: Industrie verlässt die Erde
  • Der harte Investmentkern
  • Schluss: Kein Witz mehr

 

Klarheit macht sich breit, die unschöne Klarheit

 

Märkte mit Liquiditätsentzug

„Rechnen Sie mit Volatilität.“

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSM) produziert in Taiwan die fortschrittlichsten KI-Halbleiter.

Zwei große Speicherhersteller, Samsung Electronics (SSNLF) und SK Hynix (HXSCL), haben ihren Sitz in Südkorea. Der südkoreanische Aktienmarkt fiel über Nacht um 5,4 %, der taiwanesische um 1,33%.

Für SPCX (Space X) gab es einen schweren Rückschlag:

S&P hat beschlossen, die Aufnahme von SPCX in den S&P 500 nicht zu beschleunigen, nachdem NASDAQ dies bereits im NASDAQ 100 getan hatte. Man hatte spekuliert, dass der S&P 500 dem Beispiel folgen würde.

 

Verwirrende Signale

 

Rechnen Sie mit Volatilität

Die Nachfrage nach Halbleitern, einschließlich Speichermodulen wird zwar anhalten, sich aber 2028 verlangsamen.

Der Aktienmarkt wird auf diese Verlangsamung bereits im Vorfeld reagieren. Die Verlangsamung könnte eine attraktive Gelegenheit für Leerverkäufe bieten.

Einer der Gründe für den rasanten Kursanstieg der Micron-Aktie (MU) war die Aussage des Micron-CEOs, dass die Nachfrage bis 2026 anhalten werde. Ein weiterer Grund war das Kursziel von 1625 US-Dollar für MU durch einen Wall-Street-Analysten.

Die Marktkapitalisierung von Micron hat mittlerweile die Billionen-Dollar-Marke überschritten.

 

Podcast: Energiekrise und Stagflation

 

Warum Europa vor dem gefährlichsten Wirtschaftsszenario nach dem 2. Weltkrieg steht

Westeuropa redet über Energie noch immer so, als ginge es um Preise. Strompreise. Gaspreise. Dieselpreise. Heizkosten. Verbraucherbelastung.

Das ist zu klein gedacht.

Energie ist kein gewöhnlicher Kostenblock. Energie ist die physische Basis jeder modernen Volkswirtschaft. Ohne billige, sichere und jederzeit verfügbare Energie gibt es keine wettbewerbsfähige Industrie, keine stabile Logistik, keine bezahlbare Produktion, keine verlässliche Versorgung und keine belastbare Mittelschicht.

Wenn Energie knapp oder dauerhaft teuer wird, steigen nicht nur einzelne Preise. Dann steigen die Kosten der gesamten Wertschöpfungskette. Produktion wird teurer. Transport wird teurer. Lagerung wird teurer. Landwirtschaft wird teurer. Chemie wird teurer. Bauwirtschaft wird teurer. Wohnen wird teurer. Lebensmittel werden teurer.

Genau daraus entsteht das gefährlichste ökonomische Szenario überhaupt:

Stagflation.

Die Preise steigen, während die Wirtschaft schwächer wird. Das ist keine normale Inflation. Das ist kein normaler Konjunkturabschwung. Das ist die Kombination aus beidem — und genau deshalb so schwer zu bekämpfen.

Inhalt:

• Die Energiekrise kommt nicht allein
• Der Angebotsschock: das eigentliche Problem
• Reserven sind kein Geschäftsmodell
• Westeuropas Schwachstelle
• Drei Szenarien
• Was Stagflation wirklich bedeutet
• Die 1970er Jahre: die historische Warnung
• Warum es heute gefährlicher ist als in den 1970ern
• Die Euro-Falle
• Staaten und Zentralbanken in der Falle
• Deindustrialisierung als Verstärker
• Warum Energie Wohlstand ist
• Kapitalstruktur in der Stagflation
• Anleihen: das falsche Sicherheitsgefühl
• Lebensversicherungen und Papiervermögen
• Sachwerte: keine Garantie, aber bessere Ausgangslage
• Gold und Silber
• Rohstoffe und Energieaktien
• Aktien: Qualität statt Indexgläubigkeit
• Immobilien: kein automatischer Inflationsschutz
• Internationale Diversifikation
• Der eigentliche Vermögensschutz
• Die zentrale Fehleinschätzung
• Schluss: Energie ist die Basis von Wohlstand

Jede industrielle Revolution war eine Energierevolution. 

Neue Drohung mit eingeschränktem Glauben

 

... niemandem ist bekannt, wie höhere Zinsen Handelswege entsperrten.

Es ist geschehen, schon wieder, das monetaristische Gedankenmonster schlägt zu.

„Logik“ der Zentralbanken:

Das Protokoll des Offenmarktausschusses (FOMC) belegt breite Zustimmung zu einer Zinserhöhung. Präsident Trump ernannte Warsh zum Fed-Vorsitzenden, um die Zinsen zu senken, doch Warsh kann dies nicht allein erreichen. Er benötigt die Unterstützung des FOMC.

Aufgrund der aktuellen Daten liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Jahr 2026 bei 60 %. Diese Wahrscheinlichkeit sinkt natürlich, wenn der Iran-Konflikt schnell beigelegt wird.

Die Entwicklungen am Anleihemarkt sind neben den bevorstehenden Zwischenwahlen ein wichtiger Grund für Präsident Trump, den Iran-Konflikt rasch zu lösen.

Präsident Trump stößt in Bezug auf Irans Uran auf zwei gegensätzliche rote Linien.