Es beginnt in Tokio … Japan zieht die Reißleine
Die Eurokrise 2.0 beginnt nicht in Paris. Sie beginnt in Tokio.
Das ist mehr als eine zugespitzte Überschrift. Es ist der entscheidende Unterschied zur Eurokrise von 2010/2012. Damals lag das Problem innerhalb Europas. Griechenland, Portugal, Spanien und Italien verloren das Vertrauen des Kapitalmarktes. Deutschland und Frankreich bildeten dagegen den fiskalischen und politischen Kern, auf dessen Bonität das Eurosystem seine Rettungsarchitektur stützen konnte.
Heute ist die Situation eine andere. Frankreich ist selbst zum Problem geworden. Deutschland ist erheblich schwächer als 2010/2012. Und gleichzeitig beginnt einer der größten Kapitalexporteure und Gläubiger der westlichen Welt, seine Positionierung gegenüber Europa neu zu ordnen.
Genau deshalb ist Tokio der richtige Ausgangspunkt.
Inhalt:
- Es beginnt in Tokio … Japan zieht die Reißleine
- Wenn der Gläubiger sein Kapital zurückholt
- Frankreich ist nicht Griechenland
- Das eigentliche Signal kam bei 4,99 Prozent
- Mario Draghi und die Macht eines glaubwürdigen Satzes
- Der dritte europäische Weg!
- Diesmal fehlt ein Retter
- Vom Arzt zum Patienten
- Das Problem wandert vom Rand in den Kern
- Tokio verändert die Rechnung
- Der große FX-Fehlschluss
- Teuerung ist nicht Inflationierung
- Frankfurt und Washington arbeiten nicht gegeneinander
- EUR/USD als Tandem
- Frankreich retten heißt deshalb nicht, den Euro zu beschädigen
- Die EZB sitzt nicht nur in einer Falle
- Wer garantiert den Garanten?
- Der unterschätzte Goldanker des Eurosystems
- Frankreich besitzt mehr als nur Schulden
- Gold wird im Weltreservesystem neu bewertet
- Der Garant besitzt reale Aktiva
- Die Eurokrise 2.0 ist deshalb nicht 2010/2012 mit höheren Zahlen
- Deshalb beginnt die Eurokrise 2.0 in Tokio
- FX-Szenarien: eigener Schlussblock